7 Schreibtipps: Wie du deine Kunden mit Marketingtexten wirklich erreichst

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7 Schreibtipps für effektive Marketingtexte

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Liest dein Kunde deinen Text wirklich bis zum Schluss? Oder klickt er schon nach der Einleitung auf das Kreuz oben rechts?

Wenn du das nicht weißt, dann stell dir folgende Frage:

Schreibst du noch über dein Produkt? Oder schon für deine Kunden?

Viele Unternehmen schreiben ihre Marketingtexte aus der falschen Perspektive – der eigenen.

Huch? Falsche Perspektive? Ja, ich weiß, hab ich früher auch gemacht. Das Ergebnis ist leider mau:

Deine Kunden lesen woanders weiter. Und zwar schneller, als du auf die reißerische Überschrift eines Clickbait-Artikels reinfällst.

Leser weg? Das kannst du dir nicht leisten! Deshalb zeige ich dir heute, wie du ohne Schwierigkeiten die Perspektive wechselst und für deine Kunden schreibst.

Wie du für deine Kunden schreibst: 7 Tipps für bessere Marketingtexte

Perspektive wechseln ist gar nicht so schwer. Mit den folgenden Tipps im Gepäck wirst du im Handumdrehen persönlicher texten und deine Leser besser erreichen.

Texter-Tipp 1: Hallo du! Mit dem Kunden unter vier Augen

Egal ob du oder Sie – sprech deine Kunden direkt an. In der Einzahl.

Richte dich nicht an eine Gruppe von Lesern, sondern richte dich an eine einzige Person. Deine Kunden fühlen sich so eher angesprochen. Denn wenn deine Kundin im Internet surft und auf deiner Webseite landet, tut sie dies in den meisten Fällen nicht, während ihr zwei Freundinnen über die Schulter schauen. 

Und weißt du was? Die direkte Ansprache bringt dir noch einen Bonus:

Der Mensch ist ein Heerdentier. Er möchte da sein, wo Action ist. Keine Party ohne deine Kunden! Wenn du sie direkt ansprichst, fühlen sie sich dazugehörend und bauen eine Verbindung zu dir auf. Willkommen im Club!

Texter-Tipp 2: Des Kunden Problem ist deine größte Chance

Jeder Text sollte ein Problem lösen. Meine Texter-Kollegin Daniela Rorig schrieb kürzlich in einem Newsletter:

Löst dein Text kein Problem? Dann ab damit in die Tonne.

Wer ein Problem löst, bietet seinem Leser etwas Wertvolles. Und genau das ist der Grund, warum sich das Lesen deines Textes lohnt.

Ein Beispiel (Achtung Berufskrankheit, es muss immer etwas zum Thema Essen sein):

Die Glasflaschen von True-Fruits-Smoothies kann man prima wiederverwerten und mit einem speziellen Aufsatz zu stylischen Seifenspendern umfunktionieren. Ein Blogartikel mit Upcycling-Anleitung bedient ein Problem einer bestimmten Kundengruppe: Sie ist trendbewusst und immer auf der Suche nach stylischen Accessoires, die ihr Zuhause wohnlich machen.

Auch der USP deiner Marke löst ein Kundenproblem. Ein Beispiel:

Dein Unternehmen stellt Gemüsekonserven her. Erbsen-Möhrchen. Was euer Produkt so besonders macht: Ihr wisst genau, von welchem Feld jede einzelne Erbse, jede einzelne Möhre kommt, die in euren Dosen steckt.

Frau Müller will wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Auf euren Dosen ist nicht nur der Ort vermerkt, sondern auch der/die entsprechende Landwirt/in mit Foto zu sehen. Frau Müller kann sich sicher sein: Ihr bietet ein gutes Produkt an, denn ihr legt offen dar, wo es herkommt.

Texter-Tipp 3: Hole deine Kunden in einer typischen Situation ab

Erzähle die Geschichte deines Kunden. Diese ist mit dem Problem verknüpft, dass du lösen wirst. Zeichne dabei ein genaues Bild. Zum Beispiel so:

Das Innenleben deines Kühlschranks? Eine angebrochene Packung Joghurette, zwei vergammelte Tomaten und 13 Nagellackflaschen.

Wie immer. Weil du nie weißt, was du kochen sollst.

Füllst im Supermarkt wahllos Produkte in den Wagen und merkst zu Hause, dass dir für richtige Gerichte wieder zig Zutaten fehlen.

Stell dir vor es gäbe eine App. In der du deine Lieblingsgerichte markieren kannst und die dir auf Knopfdruck eine alle Rezepte umfassende Einkaufsliste ausspuckt.

Gibt’s nicht? Gibt’s doch.

Ende des Beispiels. Die App hätte ich jetzt gern.

Texer-Tipp 4: Unternehmenssprech will keiner hören

Wie sprichst du, wenn du dich mit deinen Kollegen in der Kantine unterhältst?

Fällt da das ein oder andere Insider-Wort? Damit erreichst du deine Kunden nicht. Tausche Unternehmessprech durch die Sprache deiner Kunden.

Weiß dein typischer Kunde zum Beispiel, was eine Genossenschaft ist? Nein? Dann solltest du dieses Wort schnellstens von eurer Über-uns-Seite schmeißen. Schreib lieber:

Die Marke Knackfrischgemüse, das sind wir: fünfzig Landwirte, die Ihnen täglich deutsches Biogemüse liefern.

Texter-Tipp 5: Fragen stellen verbindet

Lockere deine Texte auf, in dem du Fragen stellst. Das macht Lust aufs Weiterlesen und engagiert den Leser. Zum Beispiel:

Geht dir das auch so?

Wie startest du am liebsten in den Samstagmorgen?

Texter-Tipp Nr. 6: Triff dich mit deinen Kunden zum Kaffeeklatsch

Stell dir vor, du trinkst gemeinsam mit einer Kundin einen Salted-Caramel-Latte bei Starbucks (und ihr habt das letzte noch freie Sofa erwischt).

Lies jetzt dein Werk mit lauter Stimme vor. Wie klingt der Text im Dialog mit deiner Kundin bei Starbucks?

Künstlich? Stolperst du über gewisse Sätze? Dann schreib um. Denn am Bildschirm will niemand künstliche und schwer verständliche Texte lesen.

Texter-Tipp 7: Der Teufel steckt nicht im Detail

Nicht bei Texten jedenfalls. Denn Details machen deinen Text bunt und auffallend. Und spannend wie einen Joy-Fielding-Thriller.

Streue also eine Prise davon in deine Texte. So wie ich eben mit dem Salted-Caramel-Latte bei Starbucks. Du kennst ja deine Kunden und weißt, was sie brauchen, was ihnen Sorge bereitet und wofür sie brennen.

Was liest sich besser?

Stell dir vor, ihr trinkt zusammen Kaffee.

Oder:

Stell dir vor, ihr trinkt einen Salted-Caramel-Latte bei Starbucks (und habt das letzte noch freie Sofa erwischt).

Eben!

Auf diesen Artikel brauche ich jetzt erstmal einen Lebkuchen-Latte. Und für dich gibt es nochmal eine kurze Zusammenfassung:

Wechsle die Perspektive und schreib aus Sicht deineR Kunden!

Was für dich dabei herausspringt?

  • Du ziehst deine Leser in den Bann.

  • Deine Message kommt an.

  • Du überzeugst von deinem Produkt.

  • Du gewinnst neue Kunden.

Dein To Do für die kommenden Texte: Wende die Kaffeeklatsch-Methode an

Wenn du wieder mal vor dem weißen Bildschirm sitzt, schreib als erstes ins Dokument: “Kaffeetrinken mit [setze hier den Namen eines guten Bekannten oder der besten Freundin ein]”.

So bist du gleich im persönlichen Kaffeeklatsch-Modus.

Hast du weitere Schreibtipps, mit denen du deine Kunden ansprichst? Schreib mir deinen Tipp im Kommentar!

Bildquelle: nuchylee / photocase.com